Die CLC Story

Stehe wie ein Berg und fliesse wie ein Fluss

«Alles im Leben hat einen Sinn und das Leben hat einen Plan! Wir müssen nur geduldig sein und an uns glauben, dann kommt die Erkenntnis und die Erfüllung irgendwann von ganz alleine zu uns.» Björn Gross

Als ich bereits in sehr jungen Jahren von meinem Vater vornehmlich durch Arbeit erzogen wurde, durfte ich lernen, was es heisst, zu kämpfen und mich durchzubeissen. Die «Schubkarre» war für einen so schmächtigen Jungen, der ich damals war, schlicht immer ein wenig zu vollgeladen. Meine Mutter protestierte ein ums andere Mal, jedoch liess sich mein Vater nur sehr bedingt dadurch beeinflussen, weil er selbst eine viel härtere Schule des Lebens erfahren hatte und mir dadurch etwas beibringen wollte.

In meinen Versuchen den Status quo für mich zu verbessern, lernte ich irgendwann das Handwerk des ‚Personalverleihers‘ ohne dies zu wissen. Ich schaute Tom Sawyer und Huckleberry Finn «der Gartenzaun» und plötzlich kam mir eine super Idee. Im Schulbus erzählte ich, wie viel Geld ich durch die Arbeit für meinen Vater verdienen würde und wieviel Spass das machen würde. So gelang es mir das ein oder andere Mal meine Schulkameraden davon zu überzeugen, meine Arbeit zu erledigen und zahlte ihnen etwas weniger als ich selbst bekam. Bevor jedoch mein Vater von der Arbeit kam, bezahlte ich meine Schulkameraden und schickte sie nach Hause.

Ich wollte meinen Vater immer beeindrucken, seinen Idealismus übertreffen und ihn stolz auf mich machen, auch wenn ich manchmal mit der harten Erziehung haderte und nicht selten rebellierte. Mein Vater hat mir damals schon gesagt, er kenne mich besser und länger als ich mich selber.

Recht hat er gehabt. Sei es, was mich als Menschen anbelangt oder auch meinen Weg, der vor mir lag. Von ihm durfte ich lernen, was es heisst, ein Mann zu sein, der für seine Überzeugungen und die Seinen Eintritt. «Den Schwachen findet man immer in einer Gruppe, den Weisen und Starken findet man alleine.» Unbekannt

Mit derselben Weisheit und unendlicher Liebe war auch meine Mutter für mich da. Sie verstand mein Herz, meine grossen Emotionalitäten, meine Kindlichkeit und mein Wesen. So wie ich von meinem Vater lernte, was es bedeutet ein Mann zu sein, für sich einzustehen und auch alleine eine Position zu vertreten, zu analysieren und mich um Schwächere zu kümmern, so durfte ich von meiner Mutter nicht nur das Reden und den Monolog erlernen. Sie brachte mir bei, einen Zugang zu meinen sehr grossen Emotionen zu finden, zu spüren und zu verstehen, was in mir und in anderen vorgeht.

Meine Eltern sind so unterschiedlich, aber im Herzen ähneln sie sich doch sehr. Beide haben immer an mich geglaubt und wussten aus ihrer unendlichen Liebe, die sie mir haben zuteilwerden lassen, dass ich meinen Weg gehen werde. Diese Vielfalt aus den zwei prägnantesten Persönlichkeiten in meinem Leben und vermeintlichen Antipoden, war der Mutterboden für das, was ich jetzt bin: ein Herzenskrieger.

Nach meinem Abitur bin ich direkt zur Bundeswehr gegangen und durfte bereits am ersten Tag erkennen, wie gut mich mein Vater auf das «Leben auf eigenen Beinen» vorbereitet hatte. Durch all die Jahre harter Arbeit war ich in der Lage Arbeit zu sehen und damit zu delegieren, gleichzeitig aber auch das Ergebnis zu kontrollieren. «Wer führen will, muss sich führen lassen» pflegte er jedes Mal zu sagen, wenn ich versuchte zu rebellieren. So kam es also, wie es von da an immer in meinem Leben war, ich war ganz schnell ein «Mittlerer». An die damit einhergehende «Einsamkeit» der Führung durfte ich mich hierbei schon gewöhnen.

Als ich dann durch «sanfte» Führung meiner Eltern nach Konstanz kam (meine Mutter korrigierte eigenmächtig meinen ZVS Antrag), um mein Jurastudium aufzunehmen, musste ich auch sogleich Nebenverdienste beginnen, um mein Leben so gestalten zu können, wie ich es mir wünschte.

«You name it, i did it» und es gab keinen Job, den ich nicht gemacht habe. Egal welchen Job ich machte, es lief immer gleich. Schnell war ich ein «Mittlerer» und stieg vom einfachen Arbeiter zum «Kolonnenführer» auf. Ich akquirierte andere Studenten und half ihnen bei allem was nötig war, um den Job auszuüben. Opferhaltungen und Ausreden akzeptierte ich schlicht nicht und war sicherlich oft zu hart in meiner Führung. Aber auch das lies mich bereits als jungen Studenten lernen und wachsen. Auch im Privaten lernte ich aus meinen vielen Extremen und reflektierte jedes einzelne Mal mich, den Anderen und das Umfeld, wenn mir mein stürmisches Wesen wieder eine Lektion zum Wachsen präsentierte.

So kam es, dass ich in meiner ganzen Persönlichkeit weiter reifte und privat wie beruflich einen erfolgreichen Weg eingeschlagen hatte. Privat dufte ich in Summe eine achtjährige Beziehung von da an geniessen, die mir zeigte wie wichtig echte und tiefe Freundschaft, ein blindes Verständnis und totale Annahme des anderen in einer Beziehung sind. Sie begleitete mich in meine erste Selbstständigkeit mit TBI- Think Big International, meinen Umzug nach Wien, in mein vermeintliches Scheitern und den darauffolgendem Neubeginn. Erst als wir erkannten, dass wir hinsichtlich der Familienplanung andere Vorstellungen hatten, schauten wir uns friedlich an und liessen uns in Freundschaft ziehen. Diese Zeit von der kleinen studentischen Arbeitsvermittlung, die irgendwann so gross war, dass ich selber nicht mehr an der Front arbeiten musste, über Think Big International bis hin zum zweiten Studium war eine der vielen wertvollen Bausteine hin zu CLC.

Think Big International hatte ich mit 27 Jahren im Jahr 2005 gegründet, nachdem mir ein alter Freund, der bei der Deutschen Telekom als Rights Management Holder für die WM arbeitet, eine kleine Tür in die OLP Welt der FIFA für die anstehende WM in Deutschland 2006 geöffnet hatte. Schnell liess ich alles andere, vor allem mein Jura Staatsexamen, schleifen, weil ich die Einzigartigkeit dieser Chance erkannte.

So baute ich TBI auf und schaffte es innerhalb weniger Monate mit allen namhaften OLP Nehmern der FIFA WM 2006 einen Vertrag als Handelsvertreter zu haben. Ich erstellte ganze Portfolios, zb. für das OnBoard Selling aller Fluggesellschaften der Star Alliance oder von Ryan Air und musste auch personell stark wachsen. Alles was ich hatte, habe ich in TBI gesteckt. Selbst einen Umzug nach Wien zu meinem damaligen Partner, einem BWL`er der HTWG Konstanz, nahm ich in Kauf. Wie oft sass ich zu dieser Zeit in den Chefetagen am Potsdamer Platz, anderer grosser Unternehmen oder in den besten Hotels Deutschlands und bin vor Aufregung oder Nervosität fast gestorben. Schweissanfälle und Zittern waren so oft meine Begleiter, weil es für mich immer um alles ging. TBI wuchs so schnell und ich war schlicht für diese Liga zu jung, zu unerfahren und finanziell unzureichend vorberietet, sodass nie irgendetwas schiefgehen durfte.

Als ich dann am 2. Tag in Wien, in meinen neuen prächtigen Räumen in der linken Wienzeile sass, traf mich der Schlag, als mir mein damaliger Partner mitteilte, er habe ein Kampfangebot von ABB bekommen und steige bei TBI aus. Nachdem er dann aber weiter von den Arbeiten profitieren wollte, ohne auszusteigen, blieb mir keine andere Wahl, als TBI zu liquidieren. Ich stellte mich der harten Realität, reflektierte und erkannte meine schwache Flanke. So entschied ich mich für einen totalen Neustart und begann das Fernstudium zum Wirtschaftsjuristen in Friedrichshafen und suchte mir wieder einen Job an meinem geliebten Bodensee, in der Nähe zu meinem gleich geliebten Konstanz.

Der Wechsel aus der TBI Zeit mit meinen Höhenflügen zu dem darauffolgenden «Grounding» und totalem Neubeginn hätte nicht härter und diametraler sein können. Gerade noch in einem Prachtbau mit 4,5 m hohen Decken, geschäftlich erfolgreich hin zu einem WG Zimmer in einem heruntergekommenen Bauernhaus, wo meine Zimmerdecke niedriger war als ich gross bin. Zudem wieder der «kleine Student» zu sein, der sich als System-Techniker in Leiharbeit bei der Swisscom im telefonischen Support über Wasser hält.

Aber ich hatte mich verändert. Wo ich im 1. Studium noch 16 Semester studiert hatte und mit mangelndem Fleiss und Abwesenheit glänzte, habe ich im 2. Studium dank meiner gemachten Erfahrungen nur 4 Semester inkl. der Diplom Arbeit gebraucht. Als ich in 2007 im Alter von 29 das 2. Studium begann setzte ich mir selber das Ziel, fertig zu werden, solange ich noch 30 bin. Mein Kolloquium hatte ich dann am 15.1.2009, also einen Tag nach meinem 31. Geburtstag und meinem angepeilten Ziel, dem ich in diesen 2 Jahren wirklich alles untergeordnet hatte. Welch Stolz und Freude ich für diesen erfolgreichen, vor allem aber entbehrungsreichen und einsamen Weg, empfinden durfte, übertraf alles was ich bis dahin je erlebt hatte.

Das Leben wäre aber nicht mein Leben, wenn von da an alles rund gelaufen wäre. Kurz vor meinem Abschluss hatte ich eine Chance bei einem internationalen Asset Manager in Schaffhausen in guter Position einzusteigen, doch dann kam im September 2008 die Lehman Krise. Meine Felle schwammen mir vor meinem sehenden Auge davon und wieder eröffnete mir das Leben wenig später eine Chance, die mich damals nicht wissend auch zu CLC führen sollte.

Während einer meiner ewigen Spätschichten am Telefon reparierte ich drei Systeme eines Personalverleihers aus dem Kanton Aargau. Unterdessen ich also seine Systeme reparierte, kamen wir auch privat vertiefend ins Gespräch und ich erzählte ihm auch meine Geschichte. Er sagte mir, dass er gerne ein Büro in Zürich aufmachen würde, allerdings weder geeignete, bezahlbare Räume fände, noch einen Antreiber hierfür hätte. Ich machte ihm ein Angebot, was er nicht ablehnen konnte und er stellte in weiteren persönlichen Gesprächen dann nur noch die Bedingung, dass ich ein Büro finden müsste, was mir auch zeitnah gelang.

So konnte ich also meine Zeit als System-Techniker am Telefon mit dem neuen Diplom als Wirtschaftsjuristen in der Tasche beenden und wurde Personalverleiher in Zürich. Innerhalb von nur drei Monaten schaffte ich es bei meinem alten Einsatzbetrieb selber über 50 Mitarbeiter unter Vertrag zu haben und wurde aufgrund dessen zum Stv. Geschäftsführer befördert. Hier vereinte ich meine Erfahrungen aus meinen studentischen Arbeitsvermittlungszeiten und als Kaufmann bei TBI, zudem konzentrierte ich mich hier schon auf Studenten und Absolventen, was meinen Weg als Berater weiter stark prägte. Ein «Geht nicht!», gibt’s für mich nicht und diese Einstellung habe ich immer wieder an alle meine Beschäftigten weitergeben können. Die Firma wuchs weiter und nach dem grossen RFP- «request for proposal» zum Gotthard Basis Tunnel, den ich erfolgreich verantwortet hatte, erkannte ich, dass ich mit meinem alten Förderer brechen musste. Wir teilten nicht länger dieselben Werte und Vorstellungen, wie eine Firma und das Personal zu führen seien, sodass ich auch hier wieder loslassen musste.

Der nächste Baustein zu CLC folgte kurz darauf, als ich ein Angebot von einer angesehen KMU aus Schaffhausen erhielt. So wurde ich Branch Manager Ostschweiz mit Sitz in Frauenfeld, wo ich 5 HR Fachleute führte und als HR Unternehmensberater und Personalverantwortlicher arbeitete. Ich vereinigte in dieser Position die Arbeiten eines Personalverleihers, eines Personalvermittlers, eines Headhunters, eines HR Managed Services Anbieters und war zusätzlich mandatierter Personalverantwortlicher für eine Start-up IT Firma und einen international aufgestellten und tätigen Anlagenbauer im Bereich Mehrwasserentsalzungsanlagen. So viel durfte ich in allen Bereichen lernen und stetig weiterwachsen, aber auch dieses Wachstum, wie es mir immer zu eigen war, stetig an andere weiter geben. In dieser Zeit begann ich auch als ehrenamtlicher Berufsberater und Dozent an der Informatik Mittelschule in Frauenfeld die jungen Heranwachsenden ab 15 Jahren auf die Herausforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten und durfte meine eigene Freude und Erfüllung im Bereich der Erwachsenenbildung kennenlernen. Die steten Erfolge und mein eigenes Wachstum aus dieser Zeit führten mich dann nach wiederum zwei Jahren zu der Nr.1 der HR Unternehmensberatung und Personaldiagnostik der Schweiz.

Hier durfte ich das neue Geschäftsfeld des HR Sourcing übernehmen und musste sogleich feststellen, dass ich in der erbarmungslosen Unternehmensberaterwelt angekommen war. Nach nur wenigen Wochen, in Aufbruch zu meiner extra kurz angesetzten Hochzeitsreise, teilte mir einer der Eigentümer mit, dass ich entweder den RFP mit der schweizerischen Grossbank gewinnen müsse oder mindestens drei andere neue Kunden binnen kurzer Frist hätte, ansonsten leider zeitnah wieder gehen müsse.

Das Glück und das Universum waren beruflich auf meiner Seite und ich wurde erfolgreicher, als ich es mir jemals erträumte hätte. Ich gewann mit drei wunderbaren Kollegen diesen RFP und wir installierten den grössten Managed Service im HR Bereich in der Schweizerischen Geschichte.

Ich zeichnete mich mitunter allein verantwortlich für den Bereich Outplacement und Coaching, erstellte die Schulungsunterlagen und Trainingskonzepte, führte das Training als Cheftrainer und die Coaches als Head of Coaching für das riesige Outplacement und Redeployment Projekt. Gleichzeitig multiplizierte ich dieses neue Geschäftsfeld für andere Grossunternehmen und namhafte KMU`s, sodass ich mir so meinen Namen als Coach und Leiter Outplacement in der Schweiz machen konnte. Auch meine erste Kostenstelle HR Sourcing lief mit sehr grossem Erfolg und binnen kürzester Zeit gelang es mir meinen eigenen Mitarbeiterstamm aus HR Professionals (Assistent bis Senior HR Manager EMEA) binnen Jahresfrist fast zu verzehnfachen und mit dem «who is who» im Schweizer und internationalen Markt zu arbeiten. Auch konnte ich meinen Umsatz fast verzehnfachen und den Ebit dabei verdoppeln, was dazu führte, dass mein damaliger Arbeitgeber einen Rekord nach dem nächsten vermelden konnte und sehr stark wachsen musste. In dieser Zeit entwickelte ich neue profitable Modelle und Ansätze, die auch dazu führten, dass ich im Dez. 2013 meinen ersten Artikel «HR to Go; Temporär aber festangestellt» in der angesehenen Fachzeitschrift HR Today veröffentlichen durfte.

Das Leben hatte mich bis dahin schon viel gelehrt, vor allem, dass nichts von Bestand ist, ausser dem Wandel. Nachdem ich eine zwingende Fuss OP schon zu lange aufgeschoben hatte, liess ich mich im Juni 2014 operieren. Doch anstatt der 6-8 Wochen in denen ich vom Krankenbett aus weiter meine zwei Kostenstellen leitete, fiel ich viel länger aus und es brauchte nahezu 23 Monate bis ich vollständig genesen war.

Parallel zu dieser Zeit 2013-2014 lernte ich meine jetzige Ex- Frau kennen und erlebte und tat auch Dinge, die ich im Leben nie für möglich gehalten hätte und die man bestenfalls im Trash TV zu sehen bekommt. Gefangen in meinem eigenen Gefängnis aus Idealismus, Stolz, Ego und meinem Selbstverständnis mein Wort immer und auf jeden Fall halten zu wollen, erlebte ich ein privates Nirwana und das komplette Gegenteil meines beruflichen Erfolges. Diese zwei diametralen Gegensätze, beruflich erfolgreich wie nie und nur auf Achse, getrieben von einem Erfolg zum nächsten, gleichzeitig privat der Verlust und Missbrauch von allem Guten, die Zerstörung jeglicher Werte, das Übergehen der eigenen inneren Stimme, alles was einen ausmacht, schlicht der ganzen eigenen Persönlichkeit, hatte sich in meinen Füssen manifestiert.

Nachdem ich lange Zeit im Rollstuhl und auf Krücken war und es nur noch jeden Tag schlimmer wurde, wurde ich zunehmend zum mündigen Patienten, konsultierte andere Spezialisten, wechselte zum «Tamme Hanken» der Physiotherapie und lernte dann auch meine Neurologin kennen. Sie sagte mir, dass meine Füsse den Kontakt zum Boden verlieren und sich krampfhaft versuchen am Boden festzuhalten. Ich solle meine Hoffnungen und Erwartungen die ich mit meiner Ehe verknüpft hatte, sowie auch die Verletzungen, ebenso ziehen lassen, wie meinen damaligen Traumjob, in dem ich noch so viel vorhatte und erreichen wollte. Mein Schmerztherapeut öffnete mir dann schlussendlich die Augen, als er bei mir eine beginnende CRPS diagnostizierte und mir klar zwei Möglichkeiten aufzeigte. Entweder ich lasse alles los und konzentriere mich auf meine Genesung oder ich sässe bald vor ihm und würde fragen, wo das nächste Hochhaus stünde.

Gesagt wie getan liess ich von meinem damaligen Traumjob los, schloss Frieden mit meiner kurze Ehe, verarbeitete die laufende Scheidung und alle damit verbundenen Traumata und begann mich auf mich zu besinnen, mir und allen anderen zu vergeben und Dankbarkeit für alle Lektionen und alles Schöne aus dieser Zeit zu empfinden. Einer der wichtigsten Menschen in dieser Zeit wurde mein damaliger Therapeut und heutiger bester Freund. Er half mir nicht nur als Therapeut, sondern schulte als Kampfsportler und Physiotherapeut meinen Geist und Körper. Verstand meine körperlichen wie seelischen Leiden und nahm mich als Mann an wie ich bin und stärkte mich so in meinem Weg zu mir bzw. zu mir zurück zu dem, was ich immer war und immer sein wollte. Ich begann sehr viel zu reisen, zu lesen, zu wandern, täglich Sport zu treiben und beschäftigte mich mit allem ungelösten in meiner Seele, sei es durch kindliche Prägung und falsch bewertete Erfahrungen oder durch Opferhaltungen und die unausgesprochenen/ungeklärten Verletzungen.

Schlicht und ergreifend begann ich mich selber zu coachen, wie ich es schon so oft mit anderen gemacht hatte. Je klarer ich wurde, umso mehr fiel alleine von mir ab, was mir nicht diente, mich nicht voranbrachte oder verändern wollte. Ich genoss das Gefühl der Einsamkeit, die sich im Zuge der Rekonvaleszenz einstellte und vertraute auf das Universum und wusste, dass sich irgendwann genau die richtigen Menschen um mich versammeln werden, die mich in meiner Art genauso akzeptieren und wertschätzen wie ich bin.

Die Zeit des privaten Unglücks, des Wachstums und der Neu-/Rückbesinnung liess mich weicher und verständnisvoller, feinfühliger und ruhiger werden und verfeinerte meine Fähigkeiten als Coach ungemein. Ein entscheidender Impuls hin zu CLC, da ich erlernte sämtliche Farben und Narben eines Menschen zu sehen, ohne sie zu bewerten. Der Umgang mit schwersten und sehr schmerzhaften persönlichen Reifungsprozessen war mir durch eigene Erfahrung bestens bekannt und ich verstand aus eigener Erfahrung am besten, wie es für die Betroffenen ist, alles zusammenhängt und wie man aus solchen Prozessen erfolgreich hervorgehen kann.

Gleichzeitig würdigte ich jenen wieder mehr Zeit, die ich zeitweise vernachlässigt hatte. Meinen ganz alten Freunden und meiner Familie. Auch hier konnte ich durch meine eigene Veränderung Dinge differenziert betrachten und besprechen und so eine neue klare und vor allem reine und liebevolle Form des Miteinanders geniessen. Meine geliebte mittlere Schwester, mit der ich in meiner Jugend und als junger Erwachsener ein eher schwieriges und angespanntes Verhältnis hatte, war mir in dieser sehr schwierigen und vielschichtigen Zeit insbesondere ein wunderbarer Freund. Auch wir konnten dadurch eine neue Beziehung aufbauen, wie sie bei Geschwistern immer sein sollte.

Mit unendlicher Dankbarkeit für alle Lektionen, Erfahrungen und Menschen in meinem Leben, stehe ich nun da und sage mit Stolz, dass ich nie so sehr ich war, sportlich und gesund, erwachsen und gereift, rein und unverfälscht und in Harmonie mit jenen, die mir am Herzen liegen.

Zeitgleich mit meiner körperlichen und seelischen Heilung, meiner Rückbesinnung auf das was und wer ich bin und immer sein wollte, schenkte mir das Leben eine neue Chance und belohnte mich so für meine Veränderung. Im Frühjahr 2015 hielt ich meine erste grosse Vorlesung an der UZH unter meiner neuen Idee und Vision von CLC, welche so ein grosser Erfolg war, dass sich daraus ohne weitere grosse Bemühungen weitere Workshops und Vorlesungen entwickelten und ich mittlerweile an verschiedenen Universitäten und Hochschulen in der Schweiz und Deutschland doziere. Ein nicht unwesentlicher Teil dieses Erfolges ist lieben Menschen geschuldet, die mich begleitet, reflektiert und gefördert haben. Ebenso wäre dieses ohne alle vorherigen Bausteine nicht möglich gewesen. Alles machte immer mehr Sinn.

Zeitgleich kamen immer Menschen auf mich zu und suchten meine Unterstützung in meinen Kernkompetenzen. Coaching, Geschäftsberatung, Personalwesen und Personaldiagnostik, Verhandlungsführung und Prozesstaktik, Konzeptionen und Projektplanungen, Empowerment, Schulungen und Workshops, Berufsberatung und Redeployment. Spätestens nach meiner Genesung im Mai 2016 war klar , dass ich «all in» gehe und Career Lifecycle Consultancy – CLC by Björn Gross meine Zukunft sein wird.

Immer treu begleitet werde ich seit 2014 von dem besten Gefährten, den sich ein Mann wünschen kann, meinem Hund Balu. Auch er ist einer der vielen Bausteine von CLC, weil ich ihn nie im Stich lassen würde und er stets an meine Seite gehört. Die Selbstständigkeit mit CLC wurde nicht nur durch alles andere auf den Weg gebracht, sondern war zudem die perfekte Lösung für Balu und mich. Die 8 als Zeichen für die Unendlichkeit und in China als Glückszahl für Erfolg begegnete mir immer häufiger auf meinem Weg zu CLC. Am 8.8.2016 am Rheinsichtweg 8 gegründet, Einzug am 18.8., Eröffnungsfeier am 28.10., Telefon endet auf 2828 und ich bin in 2016 38 Jahre alt. Alles passt zusammen, alles hatte seinen Sinn und alles sollte immer so kommen!

Seit meinem endgültigen Entschluss im Frühjahr 2016 beschäftigte ich mich bereits immer intensiver mit den Herausforderungen durch die industrielle Revolution 4.0, der fortschreitenden Technisierung, der Übernahme der Robotik und der Computertechnologien. Mit der Bedeutung all dieser tiefgreifenden Veränderungen für den Menschen, auf das gesellschaftliche Zusammenleben und aller Gesellschaftssysteme. Ich erkannte, dass CLC nicht nur in seinen «klassischen» Geschäftsbereichen aktiv sein wird, sondern es noch eine übergeordnete Bedeutung und Aufgabe für CLC gibt.

Als alter Science Fiction Fan, der schon jede Folge aus der Star Trek Saga mindestens zehn Mal gesehen hat, war mir futuristisches Denken über die Menschheit schon lange zu eigen. Wo entwickelt sich alles hin? Wie wird unser Leben und Zusammenleben in der Zukunft aussehen? Wie können wir die Veränderungen aktiv und positiv für die Gemeinschaft aller beeinflussen? In all meinen beruflichen Stationen war das Wohl des Menschen und der Gemeinschaft immer mein Massstab und Mittelpunkt, weswegen ich auch nicht allzu selten aneckte, wenn es um Gerechtigkeit und Anstand ging. Nicht nur in meiner Zeit als Unternehmensberater und Leiter Outplacement musste ich erleben, wie es unterm Strich immer nur um Prozessoptimierung, Kostenminimierung und Profitsteigerung der Shareholder ging. Das Wohl der Stakeholder war lediglich ein lästiges, notwendiges Übel, das man nur im nötigen Masse berücksichtigen musste, immer unter dem allein bestimmenden Primat der Profitsteigerung.

Stets habe ich es anders gesehen und den Menschen in den Mittelpunkt meiner Arbeit gestellt und jedes Mal diese Differenz aus dem Eingeplanten und dem Nötigen durch freiwilligen persönlichen Einsatz ausgeglichen. CLC stellt sich den grossen Herausforderungen und Chancen durch Industrie 4.0 als erste Unternehmensberatung, die den Menschen und die Stakeholder in den Mittelpunkt stellt und nicht die Shareholder, wie es in der Beratungswelt Normalität ist. Gleichzeitig befähigt CLC seine Mandanten und Coaches dazu, ein eigenverantwortliches Leben ohne Versorgungsansprüche an andere zu führen und die gestalterische Kraft der eigenen Schöpfung zu erkennen, zu spüren und anzunehmen.

CLC wird seinen Teil dazu beitragen, den bereits begonnen Übergang in die neue Ära der Menschheit positiv zu begleiten und vor allem mitzugestalten. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben und es liegt an dem Einzelnen und der Gemeinschaft, in was für einer Welt wir in Kürze leben werden. In den kommenden 2,4,6 Jahren stehen Quantensprünge im Bereich der Computertechnologien und Robotik bevor, die nicht nur die einfachen Hilfsarbeiten betreffen, sondern auch den gesamten Mittelstand, ja unser gesamtes zivilisatorisches Zusammenleben betreffen werden. In 20 bis 40 Jahren werden 60-90% aller Arbeiten verschwunden sein. Diesen Veränderungen gilt es bereits jetzt volle Aufmerksamkeit zu schenken, da die Zukunft bereits begonnen hat. CLC hat es sich neben seinen klassischen Feldern zur Aufgabe gemacht bei dieser Transformation in eine neue Ära, den Menschen zu befähigen sich nicht durch künstliche Intelligenz «outperformen» zu lassen. In einer Welt der ständigen Effizienz und Profitsteigerung ist für den Menschen kein Platz mehr. Der Mensch und die Gesellschaft müssen sich überdenken und neu definieren. Gleichzeitig gilt es alle Bereiche gesellschaftlicher Strukturen und Systeme vor diesem Hintergrund der bevorstehenden Veränderungen zu betrachten und auf ihre Zukunftstauglichkeit hin anzupassen. CLC sieht seine Verantwortung im Bereich des Bildungswesens, der Erwachsenenbildung, der Berufsberatung, dem Changemanagement, dem Personalwesen (insb. Rekrutierung, Personalentwicklung und Outplacement), dem Empowerment und Mental wie Personal Coaching. Wir gestalten unsere Zukunft selbst und CLC wird seinen Beitrag für eine positive Gestaltung leisten.

So wie alle Begegnungen beruflich wie privat meine Leitsterne auf dem Weg zu CLC waren, so transformiere ich auch alle gemachten Erfahrungen meiner Gesprächspartner und meine eigenen Erfahrungen für meine nächsten Mandanten und Coaches.

«Be a Star of CLC» und hinterlasse Deine Spuren auf meinem Weg und dem Weg von CLC!